Zutrittskontrolle · Access 3010
Biometrische Zutrittskontrolle: wenn der Ausweis nicht reicht.
Fingerabdruck oder Handvenen — als eigenständiges Verfahren oder als zweiter Faktor neben Karte und PIN.
Ein Ausweis sagt aus, was jemand besitzt. Ein biometrisches Merkmal sagt aus, wer jemand ist. Für sensible Bereiche ist genau das der Unterschied — für die meisten Türen im Gebäude aber überdimensioniert. Wir sagen Ihnen, wo Biometrie sich lohnt.
Fingerabdruck & Handvenen · kombinierbar mit RFID und PIN · Beratung inkl. Datenschutzkonzept · ISO 9001 zertifiziert
Ehrlich eingeordnet
Biometrie ist kein Standard für jede Tür.
Biometrische Leser sind teurer als RFID-Leser, lösen zusätzliche Datenschutzpflichten aus und brauchen ein Alternativverfahren für Menschen, die nicht teilnehmen können oder wollen. Dafür leisten sie etwas, das kein Ausweis kann: Sie binden die Berechtigung an die Person statt an ein Medium. Die Frage ist deshalb nicht ob, sondern wo.
Gesucht wird das Thema unter vielen Namen — biometrische Schließsysteme, biometrische Sicherheitssysteme, biometrische Zugangskontrolle. Gemeint ist in aller Regel dasselbe: ein Zutrittssystem, bei dem am Leser ein körperliches Merkmal geprüft wird statt einer Ausweisnummer. Die Tür selbst wird weiterhin von Ihrer vorhandenen Schließtechnik geöffnet.
Dafür spricht Biometrie
· Hochsicherheitsbereiche: Serverraum, Labor, Wertlager, Waffen- oder Medikamentenschrank
· Bereiche, in denen die Weitergabe eines Ausweises ausgeschlossen sein muss
· Sehr große, stark wechselnde Belegschaften, bei denen Medienausgabe und -rücklauf zum Aufwandstreiber werden
· Hygienebereiche, in denen berührungsloser Zutritt gefordert ist
· Anwendungen mit Nachweispflicht, bei denen die Identität der buchenden Person eindeutig sein muss
Dagegen spricht Biometrie
· Flächendeckender Einsatz an jeder Innentür — hier ist RFID wirtschaftlicher
· Besucher, Fremdfirmen und Lieferanten, die nur kurzzeitig Zutritt brauchen
· Belegschaften mit erwartbaren Vorbehalten und ohne tragfähige Betriebsvereinbarung
· Arbeitsplätze mit stark beanspruchten Händen, an denen Fingerabdrücke schlecht lesbar sind
· Projekte, in denen kein gleichwertiges Alternativverfahren vorgesehen werden kann
Zwei Verfahren
Fingerabdruck oder Handvenen — offen oder verdeckt.
Access 3010 unterstützt zwei biometrische Verfahren. Der Unterschied liegt nicht nur in der Technik, sondern auch in der Fälschungssicherheit und der Akzeptanz in der Belegschaft.
Fingerabdruck
Das bekannteste Verfahren und das mit der breitesten Geräteauswahl. Der Leser erfasst das Rillenmuster der Fingerkuppe. Viele Modelle lassen sich optional mit PIN-Tastatur und RFID-Lesermodul kombinieren — damit haben Sie Biometrie, Besitz und Wissen an einem Zutrittspunkt.
Robustheit: Schutzart bis IP 54 gegen Staub und Spritzwasser, Einsatztemperatur von −10 °C bis +50 °C.
Grenze: Stark beanspruchte oder beschädigte Fingerkuppen sind schlechter lesbar. Ein PIN-Code als Rückfallebene gehört deshalb zur Planung dazu.
Handvenen
Erfasst wird die Verteilung der Venen in der Handfläche — ein verdecktes biometrisches Merkmal. Es liegt im Körperinneren, hinterlässt keine Spuren an Oberflächen und gilt deshalb als besonders schwer nachzubilden.
Berührungslos: Die Erfassung erfolgt ohne Kontakt zum Gerät — relevant für Hygienebereiche und häufig auch der Grund für höhere Akzeptanz in der Belegschaft.
Auch bei Kälte: Die Erkennung bleibt bei niedrigen Temperaturen zuverlässig, was Außen- und Hallenzugänge einschließt.
Kombination statt Ersatz
Biometrie muss den Ausweis nicht ablösen. Meistens ergänzt sie ihn.
Die höchste Sicherheitsstufe entsteht nicht durch ein Merkmal allein, sondern durch die Kombination: Besitz (RFID-Karte oder Transponder), Wissen (PIN) und Merkmal (Finger oder Handvene). In Access 3010 legen Sie pro Tür und pro Zeitzone fest, wie viele Faktoren gefordert sind.
Der biometrische Leser ersetzt dabei nicht Ihr Schließsystem — er ergänzt es an den wenigen Türen, an denen es darauf ankommt. In der Praxis heißt das häufig: RFID an den Haupt- und Innentüren, Biometrie dort, wo der Bereich es rechtfertigt — verwaltet in derselben Software, mit denselben Personenstammdaten.
Was Biometrie leistet
Die Berechtigung hängt an der Person, nicht am Medium.
Eindeutige Identifikation
Zweite Sicherheitsstufe
Kein Medienmanagement
Lückenlose Protokollierung
Datenschutz
Biometrie und DSGVO: was Sie vorher klären sollten.
Wir formulieren das bewusst nüchtern: Ein Produkt ist nicht „DSGVO-konform“. Konform ist immer der konkrete Einsatz. Biometrische Daten gehören nach Art. 9 DSGVO zu den besonderen Kategorien personenbezogener Daten — die Hürde liegt höher als bei einer Ausweisnummer. Access 3010 liefert die technischen Voraussetzungen, die dafür nötig sind; die organisatorischen Punkte klären wir gemeinsam mit Ihnen und Ihrem Datenschutzbeauftragten.
Rechtsgrundlage
Freiwilligkeit & Alternative
Verhältnismäßigkeit
Speicherung & Löschung
Aus der Praxis
1.400 Mitarbeitende, 460.000 m², ein Finger.
Der HANSA-PARK Sierksdorf steuert seit Dezember 2011 die Bereichskontrolle des gesamten Freizeitparks über Fingerabdruck und Access 3010 — inklusive Evakuierungslogik, Bereichsübersicht und Kantinenbuchung. PIN-Code dient als Rückfallebene, LEGIC advant als vorbereitetes Kartenmedium.
„Wir wollten eine zukunftsweisende Technologie einsetzen, die neben der reinen Zutrittskontrolle auch einen Mehrwert für weitere Bereiche mit sich bringt.“
Björn Axt
Personalabteilung / Controlling, HANSA-PARK Sierksdorf
Im Zusammenhang
Biometrie ist ein Baustein — hier sind die anderen.
RFID-Zutrittskontrolle
Elektronische Schließanlage
Zutrittskontrolle mit Access 3010
Technisch tiefer einsteigen: FAR, FRR und FER — wie biometrische Systeme gemessen werden · Identifikation oder Verifikation — der Unterschied
FAQ
Häufige Fragen zur biometrischen Zutrittskontrolle
Welche biometrischen Verfahren unterstützt Access 3010?
Fingerabdruckerkennung und Handvenenerkennung. Beide lassen sich mit RFID-Karte und PIN kombinieren, sodass Sie pro Zutrittspunkt entscheiden können, wie viele Faktoren gefordert sind.
Was ist der Unterschied zwischen offenen und verdeckten biometrischen Merkmalen?
Offene Merkmale sind von außen sichtbar und hinterlassen Spuren — der Fingerabdruck ist das klassische Beispiel. Verdeckte Merkmale liegen im Körperinneren; das Handvenenmuster gehört dazu. Verdeckte Merkmale gelten deshalb als schwerer nachzubilden.
Ist biometrische Zutrittskontrolle DSGVO-konform?
Konformität ist keine Eigenschaft des Produkts, sondern des Einsatzes. Biometrische Daten fallen unter Art. 9 DSGVO und brauchen eine belastbare Rechtsgrundlage — in Unternehmen meist eine Betriebsvereinbarung. Access 3010 unterstützt die technischen Anforderungen: verschlüsselte Referenzmuster statt Bilddaten, differenzierte Berechtigungen, definierbare Löschfristen. Die organisatorischen Punkte — Rechtsgrundlage, Zweckbindung, Verhältnismäßigkeit, Alternativverfahren — klären wir mit Ihnen im Projekt.
Müssen Mitarbeitende an der biometrischen Zutrittskontrolle teilnehmen?
In der Regel nicht ohne Weiteres. Rechnen Sie mit Vorbehalten in der Belegschaft und sehen Sie von vornherein ein gleichwertiges Alternativverfahren vor — üblicherweise Karte oder PIN am selben Zutrittspunkt. Das ist nicht nur rechtlich sauberer, sondern nimmt dem Projekt auch intern die Reibung.
Werden Fingerabdrücke oder Handbilder gespeichert?
Nein. Gespeichert wird ein verschlüsseltes Referenzmuster, aus dem sich das ursprüngliche Bild nicht rekonstruieren lässt. Beim Buchungsvorgang wird das erfasste Merkmal gegen dieses Muster geprüft.
Lässt sich Biometrie mit unserer bestehenden Zutrittskontrolle kombinieren?
In der Regel ja. Biometrische Leser lassen sich an vorhandenen Zutrittspunkten ergänzen, ohne die übrige Anlage abzulösen. Typischer Weg: die Fläche bleibt auf RFID, einzelne sensible Türen bekommen zusätzlich Biometrie.
Kann Biometrie auch für die Zeiterfassung genutzt werden?
Ja, biometrische Leser lassen sich auch in die Zeiterfassung Time 3010 einbinden. Beachten Sie dabei: Zeiterfassungs- und Zutrittsterminals sind in unserem Portfolio getrennte Geräte — dieselbe Person und dieselbe Datenbasis, aber nicht dasselbe Gerät an der Tür.
Heißt es Zutrittskontrolle oder Zugangskontrolle?
Beides ist gebräuchlich, korrekter ist Zutrittskontrolle. „Zutritt“ meint das physische Betreten eines Raums oder Bereichs, „Zugang“ wird auch für den Zugriff auf Daten und Systeme verwendet — der ist ohne Zutritt möglich.
Beratung anfragen
Lassen Sie uns klären, ob Biometrie für Sie das richtige Verfahren ist.
Schildern Sie uns kurz, welche Bereiche Sie absichern wollen und wie viele Personen betroffen sind. Wir melden uns mit einer ersten, unverbindlichen Einschätzung — und sagen Ihnen auch, wenn RFID für Ihren Fall die bessere Wahl ist.
Antwort innerhalb von 24 Stunden · Ihre Daten werden DSGVO-konform verarbeitet · ISO 9001 zertifiziert
Nächster Schritt
Erst die Türen ansehen, dann die Technik wählen.
Vereinbaren Sie eine kostenlose Vor-Ort-Einschätzung. Wir schauen uns Ihre Zutrittspunkte an und empfehlen die passende Kombination aus Lesetechnik, Ausweismedium und biometrischem Verfahren — inklusive der Punkte, die Sie mit Betriebsrat und Datenschutz klären müssen.
Fingerabdruck & Handvenen · kombinierbar mit RFID und PIN · Beratung inkl. Datenschutzkonzept · ISO 9001 zertifiziert