Anwenderbericht · Zutrittskontrolle · Access 3010

Biometrische Zutrittskontrolle im HANSA-PARK Sierksdorf

Rund 1.400 Mitarbeitende, über 125 Attraktionen — und der Finger als Ausweis.

Wie Deutschlands einziger Erlebnispark am Meer seine Bereichskontrolle, seine Evakuierungslogik und sogar die Kantinenbuchung über eine Biometrielösung mit Access 3010 steuert — seit Dezember 2011 im Produktivbetrieb.

seit 2011 im Einsatz · ca. 1.400 Mitarbeitende · rund 750 Saisonkräfte · 460.000 m² Parkfläche

Das Projekt auf einen Blick

Ein Freizeitpark ist kein Bürogebäude.

Saisonbetrieb, hohe Personalfluktuation, streng getrennte Bereiche und täglich über tausend Gäste auf dem Gelände: Die Anforderungen an eine Zutrittslösung sind hier andere als in einer Verwaltung.

Branche

Freizeitpark im Saisonbetrieb, Sierksdorf an der Ostsee — 460.000 m², mehr als 125 Attraktionen.

Aufgabe

Zutritt und Bereichskontrolle für eine stark wechselnde Belegschaft, ohne Verwaltungsaufwand im Personalbüro.

Lösung

Biometrieleser mit Fingerabdruck, Berechtigungen in Access 3010, PIN-Code als Rückfallebene.

Ergebnis

Eindeutige Identifikation, keine Bildkarten, keine Essensmarken, kein Kartenverlust.

Die Ausgangslage

Eine Steckkartenlösung, die mit dem Park nicht mitgewachsen ist.

Die erste Zutrittskontrolle der AZS System AG lief im HANSA-PARK mit Steckkarten — zum Installationszeitpunkt eine solide Lösung. Doch der Park ist gewachsen, und mit ihm die Zahl der saisonal Beschäftigten. Jede Einstellung bedeutete Karte erstellen, ausgeben, zurücknehmen, sperren.

„Wir wollten eine zukunftsweisende Technologie einsetzen, die neben der reinen Zutrittskontrolle auch einen Mehrwert für weitere Bereiche mit sich bringt“, beschreibt Björn Axt, Personalabteilung/Controlling und Projektleiter „Biometrie im HANSA-PARK“, den Ausgangspunkt.

Saisonale Fluktuation

Zur Hauptsaison stellt der Park rund 750 Mitarbeitende ein. Ausweismedien auszugeben und wieder einzusammeln bindet Zeit, die im Personalbüro fehlt.

Viele getrennte Bereiche

Auf 460.000 m² muss das System zuverlässig unterscheiden, wer Mitarbeitender ist und wer Gast — an jedem Zugang und an jedem Drehkreuz.

Doppelte Datenpflege

Bildkarten mit Foto im Personalbüro, Stammdaten in mehreren Systemen: Dieselben Daten wurden mehrfach erfasst und mehrfach gepflegt.

Die Lösung

Der Finger ist der Ausweis. Die Berechtigung liegt in der Software.

Bei der Einstellung werden im Personalbüro über eine Erfassungsstation zwei Fingerkuppen eingescannt. Ab da genügt der Finger am Leser — die Entscheidung, wer wann welchen Bereich betreten darf, fällt in Access 3010. Ist eine Fingerkuppe biometrisch nicht lesbar, passiert die Person die Tür oder das Drehkreuz per PIN-Code.

Gefordert war im Pflichtenheft eine Fehlerquote von maximal 5 Prozent. Im Test lag die Erkennung der Leser bei rund 3 Prozent Fehlerquote.

„Für uns stand von vornherein fest: Das System muss je zwei Fingerabdrücke von ca. 1.400 Mitarbeitern verwalten. Mit AZS verbindet uns eine langjährige Partnerschaft — bei denen spürt man sofort das Know-how.“

Björn Axt
Personalabteilung / Controlling, Projektleiter „Biometrie im HANSA-PARK“

„Die Installation verlief überraschend einfach. Wir konnten die vorhandenen Leitungen weiter nutzen.“

Sven Eymann
Haustechnik, HANSA-PARK Sierksdorf

Im täglichen Betrieb

Was die Lösung im Park konkret leistet.

Aus der Zutrittskontrolle ist eine Betriebsfunktion geworden — sie regelt nicht nur Türen, sondern liefert Daten für Sicherheit, Kantine und Abrechnung.

Bereichswechselkontrolle

Zugang und Ausgang werden per Fingerprint am Leser bestätigt. Die Bereichswechsel sind vollständig in Access 3010 abgebildet.

Übersicht & Evakuierung

Eine Bereichsübersicht zeigt, wie viele Mitarbeitende sich wo aufhalten. Im Eskalationsfall werden über die Evakuierungsliste die Ausgänge freigeschaltet und die Bereichszuordnungen automatisch neutralisiert.

Kantine ohne Essensmarken

Die Mitarbeitenden quittieren den Empfang ihres Mittagessens mit dem Finger. Die Daten fließen über die Schnittstelle in die Entgeltabrechnung ein.

Besetzung der Fahrgeschäfte

Über Webservices wird geprüft, ob alle Fahrgeschäfte gemäß den Anforderungen besetzt sind.

Das Ergebnis

Weniger Verwaltung, eindeutige Identifikation, planbarer Betrieb.

Vor der Umstellung wurden im Personalbüro Bildkarten mit Foto erstellt und dieselben Daten in mehreren Systemen gepflegt. Heute ist das Verfahren deutlich schlanker: Berechtigungen sind schnell erstellt und ebenso schnell gesperrt oder gelöscht.

Konkret heißt das:
keine Bildkarten · kein Kartenverlust · keine Essensmarken · kein erhöhter Aufwand in der Abrechnung · Auswertungen über Reports aus der Software

„Wir können heute von einer erheblichen Effizienzsteigerung sprechen — sowohl im Personalwesen als auch bei der Zutrittskontrolle in den Bereichen. Wir haben unser Ziel erreicht.“

Wolfgang Wiemann
IT-Leitung, HANSA-PARK Sierksdorf

Die nächste Ausbaustufe

Vom Finger zur Karte — und zu Offline-Türen.

Geplant ist die alternative Nutzung einer LEGIC advant Karte. Die Biometrieleser wurden dafür bereits zusätzlich mit LEGIC-Lesern ausgestattet, sodass der Zutritt wahlweise auch über Karte gesteuert werden kann.

Damit wird Offline-Zutrittskontrolle möglich: Elektronische Beschläge und Zylinder lassen sich ohne großen Zusatzaufwand in dieselbe Berechtigungslogik einbinden.

Passend zu diesem Projekt

Die Bausteine hinter der Lösung.

Zutrittskontrolle mit Access 3010

Vernetzte Türtechnik, digitale Schließanlagen und Ausweislösungen — von der Einzeltür bis zum Standortverbund.

Biometrische Zutrittskontrolle

Wann Biometrie sinnvoll ist, welche Alternativen es gibt und worauf beim Datenschutz zu achten ist.

RFID-Zutrittskontrolle

Karte oder Transponder als Ausweismedium — der klassische Weg, oft kombiniert mit der Zeiterfassung.

FAQ

Häufige Fragen zu diesem Projekt

Funktioniert Access 3010 nur mit biometrischen Zutrittslösungen?

Nein. Access 3010 arbeitet ebenso mit RFID-Karte, Transponder oder PIN. Im HANSA-PARK ist Biometrie das führende Verfahren, PIN dient als Rückfallebene, und LEGIC advant ist als Kartenmedium vorbereitet. Welche Kombination sinnvoll ist, hängt vom Gebäude, der Belegschaft und dem Sicherheitsbedarf ab.

Ist biometrische Zutrittskontrolle datenschutzkonform möglich?

Biometrische Daten sind besonders geschützt. In der Praxis heißt das: klare Zweckbindung, saubere Rechtsgrundlage über Einwilligung oder Betriebsvereinbarung, ein gleichwertiges Alternativverfahren wie PIN oder Karte und ein dokumentiertes Löschkonzept. Diese Punkte klären wir im Projekt gemeinsam mit Ihnen und Ihrem Datenschutzbeauftragten.

Lassen sich bestehende Leitungen und Altsysteme weiter nutzen?

Häufig ja. Im HANSA-PARK konnte die vorhandene Verkabelung der Vorgängeranlage weiterverwendet werden, was Installationsaufwand und Ausfallzeiten deutlich reduziert hat. Ob das bei Ihnen möglich ist, lässt sich in einer Vor-Ort-Einschätzung schnell beurteilen.

Können Berechtigungen für einzelne Räume und mehrere Standorte verwaltet werden?

Ja. Access 3010 bildet große Gebäudekomplexe und mehrere Standorte ab und verwaltet die Berechtigungen zentral. Berechtigungen können standortübergreifend gelten — im Park sind auf dieser Basis die Bereichswechsel abgebildet.

Lässt sich die Zutrittskontrolle mit der Zeiterfassung verbinden?

Ja. Access 3010 und die Zeiterfassung Time 3010 nutzen auf Wunsch dieselbe Datenbasis und dasselbe Identifikationsmedium. Im HANSA-PARK fließen die Buchungen zusätzlich über eine Schnittstelle in die Entgeltabrechnung.

Beratung anfragen

Sie haben eine ähnliche Aufgabe im eigenen Haus?

Wechselnde Belegschaften, getrennte Bereiche, Nachweispflichten: Schildern Sie uns kurz Ihr Vorhaben. Wir melden uns mit einer ersten, unverbindlichen Einschätzung — und sagen Ihnen auch, wenn Biometrie für Ihren Fall nicht das richtige Verfahren ist.

Antwort innerhalb von 24 Stunden · Ihre Daten werden DSGVO-konform verarbeitet · ISO 9001 zertifiziert

Nächster Schritt

Von der Referenz zum eigenen Projekt.

Vereinbaren Sie eine kostenlose Vor-Ort-Einschätzung. Wir schauen uns Ihre Türen und Abläufe an und empfehlen die passende Kombination aus Lesetechnik, Ausweismedium und Software.

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